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Das große Portal zur Bekämpfung von Trauermücken

Was sind diese kleinen schwarzen Fliegen im Haus und wie bekommt man sie endgültig los?

Trauermücken im HausAussehen und Verbreitung

Die kleinen schwarzen Fliegen (Trauermücken) sind auf der ganzen Welt zu finden und gehören zu den Zweiflüglern. In Europa kennt man etwa 600 Arten, weltweit spricht man von circa 1.800 Arten. Die Trauermücken, auch unter dem Namen Sciaridae bekannt, zeigen sich in dunkler Farbe und schlankem Körper.

Die Länge des Körpers variiert zwischen einem und sieben Millimeter. Sie haben schwarze Flügel, mehrgliedrige Fühler und lange Beine. Es gibt allerdings auch Weibchen, die sich flügellos präsentieren.
Betrachtet man die Larven der Mücken, erkennt man einen schlanken Körper, der sich weißlich grau zeigt. Die Minifliegen sind nicht schädlich, werden aber durchaus als lästig empfunden. Die Larven sind es, die durch das Fressen der Wurzeln, für die Pflanzen gefährlich werden.

Trauermücken gibt es auf der ganzen Welt

Am meisten findet man die kleinen schwarzen Fliegen in feuchten Lebensräumen, wie beispielsweise in Mooren und Wäldern, auf Feuchtwiesen und Weiden oder aber auch in Gärten und auf Feldern. Sie leben in Pflanzen und im Laub und entwickeln sich auch sehr gerne in den Blumentöpfen auf der Fensterbank.

Ebenso siedeln sich die Trauermücken auch in extremen Lebensräumen an: Hierzu zählen neben den Tundragebieten auch die antarktischen Inseln. Außerdem findet man Trauermücken auch in Bergregionen und heißen Gebieten. Die Gattung Parapnyxia gräbt sich beispielsweise in kalten Nächten und heißen Stunden in den Sand der Wüste ein. Gewisse Arten der Trauermücken leben auch in Höhlen.

Die Verbreitung der Mücken erfolgt beispielsweise durch den Wind, aber auch durch Treibholz oder Blumenerde und Torf. Natürliche Feinde fehlen.

Genetische Forschungen

Bezüglich der Genetik erfolgten bereits in den 20er Jahren Forschungen von Wissenschaftlern in den USA. Die Forscher wurden auf Besonderheiten in der Genetik aufmerksam. Die männlichen Trauermücken geben nur die Erbanlagen weiter, die sie selbst von der Mutter bekommen haben. Das weibliche Insekt hingegen pflanzt sich ganz normal fort. Das männliche Insekt ist nur Vermittler und die Spermatogenese zeigt sich in einem ganz besonderen Ablauf.

In der Regel paaren sich bei der Meiose die homologen Chromosomen, bei den Trauermücken hingegen, gehen die Chromosomen, ohne sich gepaart zu haben, auseinander. Man findet bei den Trauermücken auch einen ungewöhnlichen Spindelapparat vor, der sich als Halbspindel mit nur einem Pol präsentiert. Die Chromosomen mütterlichen Ursprungs (maternale Chromosomen) werden von ihm angezogen und die Chromosomen männlichen Ursprungs (paternale Chromosomen) gehen in die andere Richtung und gehen zugrunde.

Die Trennung ohne Paarung kann nur deshalb erfolgen, weil keine Vermengung der Chromosomensätze vorhanden ist. Es besteht hingegen eine ringförmige Anordnung der Chromosomensätze, wobei beide Ringe parallel nebeneinander liegen. Die homologen Chromosomen sind bezüglich der Herkunft bereits vor der Meiose separiert. Auch bei der zweiten Meiose zeigt sich ein eher ungewöhnlicher Ablauf: Das männliche Insekt besitzt nur ein Geschlechtschromosom (X-Chromosom). Dieses Chromosom tut sich nicht mit den restlichen Chromosomen zusammen, um sich in der Metaphaseplatte zu teilen, sondern macht sich auf den Weg zu einem Pol. Auf dem Weg dorthin oder direkt an diesem Pol erfolgt dann die Teilung.

Alle Spermien sind mit zwei X-Chromosomen ausgestattet, was zur Folge hat, dass nach der Paarung drei X-Chromosome zu finden sind.

Wie sich das Geschlecht bestimmt

Auch bei der Geschlechtsbestimmung gehen die kleinen schwarzen Fliegen andere Wege als üblich. Bei den Trauermücken wird die Zahl der X-Chromosome nicht durch die Ausstattung der Keimzellen bestimmt, vielmehr enthält die Zygote drei X-Chromosome. Ein oder auch zwei X-Chromosome werden eliminiert, das heißt, sie teilen sich bei der Mitose nicht. Die Anzahl der eliminierten X-Chromosomen bestimmt die Erbanlage des weiblichen Tieres. Somit lässt sich erklären, warum die weibliche Trauermücke nur männliche oder nur weibliche Nachkommen bekommt.

Des Weiteren gibt es bei den Trauermücken noch die Keimbahn-begrenzten Chromosomen auch L-Chromosome genannt. Sie kommen allerdings nicht bei allen Arten der Trauermücken vor. Bei der Meiose erfolgt keine zufällige Verteilung, vielmehr gelangen sie alle ins Spermium. Bis auf zwei L-Chromosome werden alle aus dem Zellkern ausgeschieden und beim Übergang zum Soma werden dann alle eliminiert. Sie sind unentbehrlich und dürfen nicht verloren gehen, damit eine richtige Entwicklung aller Zellen stattfinden kann.


Die männlichen Imagines leben nur etwa fünf Tage und dienen lediglich der Fortpflanzung. Eine Paarung ist nur möglich, wenn die Larven im Verbund leben, da die Imagines durch begrenzte Flugkünste nur kurze Entfernungen zurücklegen können. Daher finden sich die Larven der Trauermücken zu einer Prozession zusammen.

Ein Weibchen legt etwa 200 Eier, die sich durchsichtig präsentieren, in feuchter Erde ab. Die Larven schlüpfen nach circa sieben Tagen und sind etwa vier bis sieben Millimeter lang. Sie sind weiß und haben schwarze Köpfe und leben in großen Gruppen zusammen.

Larvenzüge finden im Mai und Juni statt. Die Verpuppung im Juli und August.

Leben die Larven in der Blumenerde ernähren sie sich von abgestorbenen Pflanzenteilen oder von den Wurzeln der Pflanzen.

Was ist zu tun, wenn Pflanzen mit kleinen schwarzen Fliegen befallen sind?

Die Larven der Trauermücken können je nach Anzahl sowohl in der Landwirtschaft als auch bei Pflanzen in Blumentöpfen Schaden anrichten. Die kleinen schwarzen Fliegen befallen neben unterschiedlichen Gemüsen, auch Champignons und Zierpflanzen. Sie fühlen sich im Gewächshaus genauso wohl wie im Freiland und können in manchen Fällen eine richtige Plage darstellen.

Haben sich die Trauermücken erst einmal an Pflanzen niedergelassen, kann es durch die Larven unter anderem zu Fraßschäden kommen. Gerade die Wurzeln der Pflanzen werden gerne angefressen, aber auch andere Pflanzenteile und Keimlinge können Schaden nehmen.

Heute bekämpft man Trauermücken meist auf biologischer Basis, während in vergangenen Zeiten eher chemische Präparate eingesetzt wurden. Die biologischen Präparate haben unter anderem den Vorteil, dass die Jungpflanzen verschont bleiben.

Es gibt verschiedene biologische Mittel, die auch unterschiedlich wirken. Während Bacillus thuringiensis israelensis erst von den Larven gefressen werden muss und eher zur Vorbeugung eingesetzt wird, suchen Steinernema feltiae-Nematoden aktiv nach den Schädlingen. Diese beiden Mittel ist hoch effektiv, besonders bei bereits deutlich sichtbarem Befall:

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Mit Quarzsand bestreute Pflanze als Vorbeugung gegen Trauermücken

Wenn die Trauermücken immer wieder kommen

Befinden sich die Trauermücken an Zimmerpflanzen, bewirkt eine Kombination aus Nematoden und sogenannten Gelbstickern wahre Wunder (Bestellmöglichkeit dieser Kombination). Die SF-Nemtatoden werden durch Gießen auf die Erde aufgebracht und gleichzeitig steckt man die klebrigen Gelbsticker einfach in Pflanzennähe ebenfalls in die Erde. Damit werden zum Einen die Larven der Trauermücke am Boden bekämpft und die Gelbsticker locken die ausgewachsenen Tiere an und die kleinen schwarzen Fliegen bleiben deutlich sichtbar an den Gelbstickern kleben.

Eine Kombination aus SF-NematodenGelbstickern und Quarzsand ist sehr empfehlenswert wenn die Trauermücken immer wieder kommen. Gleichzeitig sollte man die Oberfläche der Blumenerde mit mindestens 0,5 cm Quarzsand bestreuen. Eine solche Kombination können die Trauermücken nicht überleben, da ihr Lebenszyklus in jeder Hinsicht unterbrochen wird:

  1. ihre Larven werden aufgefressen (Nematoden)
  2. sie können nicht mehr ungestört umherfliegen (Gelbsticker)
  3. die Grundlage zur Eiablage fehlt (Quarzsand)

Wenig gießen (allerdings nicht während der Behandlung mit Nematoden!)

Weitere Maßnahmen können sein, die befallenen Pflanzen so wenig, wie möglich zu gießen, und die Topfballen austrocknen zu lassen. Dies verkraften aber die meisten Pflanzen nicht. Als Alternative für Gelbsticker kann man auch die fleischfressende Pflanze „Fettkraut“ bei der Bekämpfung von Trauermücken einsetzen. Das Fettkraut hat klebrige Blätter und kann die Trauermücken einfangen. Sind mehrere Pflanzen auf der Fensterbank befallen, genügt es eine Fettpflanze aufzustellen.

Des Weiteren ist es durchaus nützlich, die erwachsenen weiblichen Insekten an ihrer Eiablage zu hindern, indem die jeweilige Erde mit Sand bestreut wird. Die Bestreuung muss allerdings lückenlos durchgeführt werden und sollte etwa einen Zentimeter dick sein. Die SF-Nematoden sollten aber bei einem Trauermückenbefall nie fehlen, da man die Trauermücken nur durch eine Bekämpfung ihrer Larven vollständig loswerden kann. Dafür gibt man den Inhalt einer Packung in abgestandenes Wasser und gießt die Pflanzen damit, wie auf der Seite https://www.trauermücken.com/anwendungshinweise-wirkungsweise-nematoden/ beschrieben.

Trauermücken können auch nützlich sein

Nicht immer sind Trauermücken schädlich, sie haben durchaus auch eine nützliche Wirkung. Sie sind beispielsweise im Kompost gern gesehene Gäste. Durch die Larven der Trauermücken werden die Abfälle der Pflanzen zersetzt. Wer aus dem fertigen Kompost Erde für die Zimmerpflanzen herstellen möchte, sollte im Vorfeld an die Desinfektion des Kompostes denken. Dies ist beispielsweise im Schnellkochtopf durch Dämpfen möglich. Ebenso kann der Kompost im Backofen erhitzt werden. Hierfür sind etwa 85 Grad erforderlich.

Wer sich also beispielsweise durch minderwertige Blumenerde Trauermücken ins Haus eingeschleppt hat, sollte die oben beschriebenen Hilfsmaßnahmen anwenden, um die ungebetenen und lästigen Gäste schnell wieder loszuwerden. Gerade im Winter umkreisen oft zahlreiche Trauermücken die Zimmerpflanzen, nicht selten werden die lästigen Insekten durch das Gießen aufgewirbelt. Das Gute an Trauermücken ist, dass sie leicht zu bekämpfen sind.


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