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Das große Portal zur Bekämpfung von Trauermücken

NemaPlus zur Bekämpfung von Trauermücken

Nematoden von NemaPlus zur Bekämpfung von Trauermücken sind ein wirksames Mittel gegen die lästigen kleinen Fliegen:

Biologische Trauermückenbekämpfung mit NemaPlus Nematoden

Sie sind in Privathaushalten wie auch in Gärtnereien zu finden: 3 mm große, schwarze Trauermücken mit langen Fühlern, die beim Blumengießen auffliegen. Sind die erwachsenen Tiere nur optisch störend, können die 5 mm großen Larven oftmals beträchtlichen Schaden anrichten, da ihr Appetit auf Wurzeln und Stängel von Sämlingen, Stecklingen und Jungpflanzen kaum zu stillen ist. Durch die von ihnen gebohrten Löcher können Bakterien und Pilze in die Pflanzenwunden eintreten, sodass die Pflanzen schlecht gedeihen, welken oder sogar absterben.

Früher verwendete chemische Mittel zur Bekämpfung dieses Insekts werden heute abgelöst durch weitaus wirksamere biologische Bekämpfungsmaßnahmen, wie Nematoden oder Bacillus thuringiensis.

Trauermücken

Trauermücken (Sciaridae) sind weltweit verbreitet und mit etwa 600 Arten in Europa vertreten. Die erwachsenen Mücken sind dunkel gefärbt mit dunklen Flügeln und haben nur eine kurze Lebensdauer von etwa fünf Tagen. Die Larven ernähren sich von organischem Material wie Laub, Totholz und Rinde. Einige Arten ziehen aber Pflanzenteile und Wurzeln vor. In der freien Natur kann es bei starker Vermehrung zu regelrechten Trauermücken-Prozessionen kommen, wenn sich Tausende von Trauermückenlarven zu einem bis zu 10m langen Heerwurm formieren.

Durch die natürlichen Materialien Humus und Torf können Trauermückenbestände in Blumen- und Gärtnererde eingeschleppt werden, die dort auch dauerhaft verbleiben.

Die Schadwirkungen zeigen sich an Gemüse- und Champignonkulturen, aber auch bei Zierpflanzen aller Art in Gärtnereien, Gewächshäusern und an Blumenfenstern.

Zu einem Massenbefall mit Trauermückenlarven kann es leicht durch den kurzen Entwicklungszyklus dieser Insekten kommen: Bereits 1 Tag nach dem Schlüpfen können weibliche Tiere begattet werden. Die Ablage von 20 – 30 Eiern in feuchten Boden erfolgt nach 2-3 Tagen. Nach weiteren 3 Tagen schlüpfen die grau-weißen, schlanken Larven, die mehrere Larvenstadien durchlaufen und sich anschließend verpuppen. Nach 3- 4 Wochen bei einer Temperatur von ca. 24°C schlüpfen die jungen Mücken.

Spezialisierte Nematoden (Steinernema feltiae)

Um diesen schnell ablaufenden Zyklus zu stoppen, ist die biologische Bekämpfung mit Fadenwürmern, Steinernema feltia (SF-Nematoden), eine wirkungsvolle Alternative zu chemischen Maßnahmen.
Nematoden sind einfache, farblose Rundwürmer. Unter ihnen gibt es eine Reihe von parasitär lebenden Arten, die bei Pflanzen, Tieren und Menschen Krankheiten verursachen.
Die natürlich im Boden vorkommenden Nematoden Steinernema feltiae sind auf jedoch Larven von bestimmten Insektenarten spezialisiert und für Menschen, Haustiere, Nützlinge und Pflanzen vollkommen unschädlich.

Im Boden suchen die jugendlichen SF-Nematoden aktiv nach Trauermückenlarven und dringen über natürliche Körperöffnungen in sie ein. Dann wird ein symbiotisches Bakterium (Xenorhabdus) aus dem Nematodendarm freigesetzt, das sich schnell vermehrt. Innerhalb kurzer Zeit wird die Larve abgetötet und verfärbt sich bräunlich. Die Nematoden reifen in der toten Larve zu erwachsenen Tieren heran, vermehren sich und verlassen dann zu Hunderten ihren Wirt auf der der Suche nach lebenden Trauermückenlarven, um ihr Werk fortzusetzen.

Wirksames Prinzip

Nemaplus Anwendungshinweise

Das wirksame Prinzip ist demnach ein Nematoden-Bakterien-Komplex, eine Symbiose, die auf Gegenseitigkeit beruht. Das Bakterium unterstützt die Nematoden dabei, die Abwehrmechanismen der Trauermückenlarven zu überwinden und liefert zudem antimikrobielle Stoffe, um zu verhindern, dass fremde Organismen in den Kadaver eindringen.

Inzwischen werden die SF-Nematoden erfolgreich auf jedem Kontinent mit Ausnahme der Antarktis eingesetzt, um Schadinsekten in Gartenbau, Landwirtschaft und in Privathaushalten zu bekämpfen.

Anwendung

Je nach verwendetem Präparat sollte die Bodentemperatur zumindest für einige Zeit während des Tages etwa 12°C (Min. 12°C, max. 28°C) betragen. Voraussetzung ist in jedem Fall eine ausreichende Feuchtigkeit über zwei bis 6 Wochen.

Nematodenpulver (SF-Nematoden in einem Tonmineralpulver)
mit Wasser (15° – 20°) in einer Gießkanne anmischen, klümpchenfrei verrühren und

  • mit zusätzlichem Wasser weiter verdünnen (Überdosieren ist nicht möglich)
  • regelmäßig aufrühren
  • über befallene Blumenkübel, Töpfe und Beete vergießen, bzw. bei größeren Flächen mit einem Spezialgerät verspritzen.

Nach der Feuchteperiode sollten die Pflanzen wieder trockener gehalten werden, um einen weiteren Befall mit Trauermücken zu verhindern.

Was Sie unbedingt vermeiden sollten

Direkte Sonneneinstrahlung, UV-Licht-Bestrahlung sowie eine Austrocknung des Bodens müssen vermieden werden. Daher sind im Freien meist die Morgen- und Abendstunden für die Ausbringung zu empfehlen. Studien haben gezeigt, dass etwa 250 000 – 500 000 infektöse jugendliche SF-Nematoden pro Quadratmeter benötigt werden, um Schadinsekten sicher auszumerzen.

Die Nematoden können bei Kühlschranktemperatur (2° – 6°C) ca. eine Woche gelagert werden. Da es sich um lebende Organismen handelt, sollten extreme Temperaturen während der Lagerung, z. B. durch Überhitzung in geparkten Fahrzeugen, vermieden werden. Auch ein Kontakt mit bestimmten Chemikalien kann zur Inaktivierung führen, obwohl einige Herbizide und Fungizide gut toleriert werden.

Normale Düngung, mineralisch oder organisch, ist wie gewohnt problemlos möglich. Mit einem Kalken des Bodens sollte jedoch mindestens zwei Monate gewartet werden.

Vorsichtsmaßnahmen

Da Nematoden für Pflanzen, Tiere und Menschen unschädlich sind, werden auch beim Umgang mit ihnen, anders als bei der Anwendung von Bacillus thuringiensis, keine Sicherheitsvorkehrungen nötig. Auch Vorsichtsmaßnahmen zur Vermeidung von Grundwasserschäden sind überflüssig. In Feldstudien wurde außerdem nachgewiesen, dass Nützlinge nicht geschädigt werden.

Quarzsand

Weitere unterstützende Maßnahmen gegen Trauermückenbefall

Im Gewächshaus oder am Blumenfenster empfiehlt es sich, hellen Quarzsand auf der Oberfläche der Blumenerde zu verteilen. Dadurch trocknet die Erde nach dem Gießen schneller ab. Ein heller und trockener Boden ist für den Lebenszyklus der Trauermücken schlechter geeignet und wirkt daher abwehrend.

Hier können Sie die NemaPlus Nematoden und Quarzsand bestellen

Die selbe Wirksamkeit hat auch das Produkt „Nemagro„.


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