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Das große Portal zur Bekämpfung von Trauermücken

Schadbild, Vorbeugung und Bekämpfung

Trauermücken am Fenster

Unterschied Trauermücke – Fruchtfliege

Trauermücken werden nicht selten mit Fruchtfliegen verwechselt. Doch es gibt durchaus erkennbare Unterschiede zwischen der Trauermücke und der Fruchtfliege:
Während die Fruchtfliege ihre Eier auf faules Obst legt, nutzt die Trauermücke für die Eiablage feuchtes Substrat, das organischen Ursprungs ist. Und das ist im Haus fast immer die Blumenerde von Zimmerpflanzen.

Unterschied Fruchtfliege-Trauermücke

Auch beim Aussehen gibt es diverse Unterschiede:
Die Trauermücke ist schlank und schwarz, während Fruchtfliegen mit einem dicken Hinterleib ausgestattet sind und sich mit rotbrauner Farbe präsentieren.


Beim Flugverhalten zeigt sich die Trauermücke mit dem Zickzack-Flug und bei Fruchtfliegen beobachtet man ein schwerfälliges und gradliniges Flugverhalten.

Aus den abgelegten Eiern der Trauermücken entwickeln sich in ein paar Tagen Larven, die wiederum innerhalb der nächsten drei Wochen zu adulten Mücken werden.

Das Schadbild der Trauermücken

Wenn man von der Schädigung der Pflanzen durch Trauermücken spricht, wird das Larvenstadium interessant. Die Larven sind die Übeltäter! Nicht die Mücken selbst, die sich schädigend auf die Pflanzen auswirken.

Die Larven befinden sich in der Erde und ernähren sich von totem Zellmaterial und andererseits auch von den Wurzeln der jeweiligen Pflanze. Dies wirkt sich besonders negativ auf Steck- und Keimlinge aus, da diese ohne ihren zarten Wurzel schnell absterben.

Aber auch ältere Pflanzen kommen nicht immer ohne Schaden davon. Durch das Schädigen der Wurzel können auch Bakterien und Pilze leichter in die Pflanze eindringen. Ist das Substrat dauerhaft feucht, können auch ältere Pflanzen eingehen.

Lästige, kleine schwarze Fliegen in allen Zimmern

Die ausgewachsenen Trauermücken wirken nicht schädlich auf die Pflanzen, sind aber in den Wohnräumen durchaus lästige Genossen, wie man an diesem Bild sehen kann, welches eine große Menge toter Fliegen am Fensterbrett zeigt.

Wie man dem Befall von Trauermücken vorbeugen und ihn bekämpfen kann

Beginnen wir mit der Bekämpfung, weil es zum Vorbeugen bereits zu spät ist wenn man bereits eine Trauermücken-Plage Zuhause in der Wohnung oder im Haus hat 🙂

Hier die beiden unserer Erfahrung nach wirksamsten Mittel:

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Man sollte die Behandlung nach 2 Wochen wiederholen, um sicher zu sein, dass alle Fliegen erwischt wurden.

Um richtig vorzubeugen, ist es wichtig zu wissen, wo Trauermücken herkommen. Die kleinen schwarzen Fliegen sind häufig überall: In der Küche, in der Erde von Topfpflanzen oder bereits in der ganzen Wohnung – tot und lebendig.

Mit billiger Blumenerde eingeschleppt

Manchmal befinden sie sich in schlechter Blumenerde und beim Kauf einer neuen Pflanze kauft man gleichzeitig die lästigen Plagegeister mit ein.

Gerade in Kräutertöpfen, die oft ihren Platz auf der Fensterbank in der Küche finden, sind nicht selten Trauermücken enthalten.

Eine große Schwachstelle sind die Pflanzen, die man zum Überwintern ins Haus holt und in manchen Fällen kommen die Trauermücken ganz einfach durch das offene Fenster in die Wohnung.

Folgendes kann bezüglich der Vorbeugung hilfreich sein

Das Verwenden von anorganischem Substrat kann hilfreich sein, erst gar keine Trauermücken entstehen zu lassen. Denn die Insekten können sich in Sand, Kies, Seramis oder reiner Hydrokultur nicht entwickeln. Wer anorganisches Substrat verwenden möchte, sollte allerdings darauf achten, dass die Pflanze fast frei von Erde ist.

Trauermücke


Verwendet man nur wenig des anorganischen Substrates, kann es möglich sein, dass die weiblichen Trauermücken unter das Substrat kriechen und trotzdem ihre Eier ablegen können. Die Pflanze ist nur dann im anorganischen Substrat sicher vor den lästigen Fliegen, wenn keine Reste von organischem Material im Topf zu finden sind. Dazu zählen beispielsweise Blätter oder abgestorbene Wurzeln.

Wer sich für anorganisches Substrat entscheidet, darf sich zudem über weitere Vorteile freuen: Diese Substrate sind durchlässiger als organische Substrate und auch Gießfehler werden besser toleriert. Außerdem zeigt sich beispielsweise Seramis sehr ansprechend. Bei den zahlreichen Vorteilen gibt es natürlich auch die Kehrseite der Medaille: Der Nutzer erwirbt mit Hydrokultur oder Seramis recht teure Systeme, in denen nicht alle Pflanzen zufriedenstellend gedeihen.

Außerdem kommt der Düngung eine besondere Beachtung zu, da diese Systeme nicht vorgedüngt sind und regelmäßiges Düngen sehr wichtig ist.

Eine etwas billigere Variante stellt die Verwendung von Quarzsand dar wie diesem hier:

Quarzsand gegen kleine schwarze Fliegen

Dieser Sand sollte über eine Körnung von etwa ein bis zwei Millimeter verfügen und wird einfach über die Erde im Topf verteilt. Wichtig ist, dass nichts mehr von der Erde zu sehen ist. Bei der Verwendung von Quarzsand bedarf es keines Umtopfens der Pflanzen. Ein großer Nachteil dieser Variante ist, dass nach jedem Gießvorgang die Schicht des Sandes wiederhergestellt werden muss. Es ist außerdem möglich, sollten die Abzugslöcher zu groß sein, dass die Trauermücken die Eiablage von unten durchführen.

Was beim Gießen zu beachten ist

Vor jedem Gießen sollte die Erde ausgetrocknet sein und wer ausschließlich über den Unterteller bewässert, hat gute Chancen der Vermehrung der Trauermücken entgegenzuwirken. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass das Wasser, welches die Pflanze nicht aufgesaugt hat, ausgeschüttet wird. Lassen Sie der Pflanze zum Aufsaugen etwa 30 Minuten Zeit. Es kann ganz klar gesagt werden, dass durch diese Gießvariante keine vollständige Bekämpfung gegeben ist, sondern lediglich die Vermehrung der Insekten erschwert wird.

Des Weiteren eignen sich die sogenannten Gelbtafeln zur Bekämpfung von Trauermücken. Sie bestehen aus Plastik, sind mit Leim überzogen und locken Trauermücken an. Hat eine Trauermücke auf der gelben Tafel Platz genommen, bleibt sie an ihr kleben und kann so keinen Schaden mehr anrichten. Manche Trauermücken legen aber zuerst die Eier ab, bevor sie sich auf die Tafel setzen. Leider sehen die Gelbtafeln nicht sonderlich dekorativ aus und müssen auch in größeren Mengen aufgestellt werden, damit sie wirklich eine Hilfemaßnahme darstellen. Es ist ratsam, mindestens eine Tafel auf jeder Fensterbank anzubringen.

Fettkraut mit gefangener Trauermücke

Gelbtafeln sind nicht dazu geeignet, die Insekten vollständig zu bekämpfen, sondern sie lediglich einzudämmen. Ähnliche Dienste wie Gelbsticker leisten übrigens fleischfressende Pflanzen wie Fettkraut und Sonnentau. Diese sehen auch schöner aus als Gelbtafeln und können zwischen befallenen Pflanzen platziert werden und auf natürliche Art und Weise die kleinen unangenehmen Fliegen eindämmen.

Trauermücke gefangen von fleischfressender Pflanze

Zahlreiche Pflanzenfreunde nutzen auch Moskito-Lampen, um den Trauermücken entgegenzuwirken. Die UV-Lampen ziehen Trauer- und auch Stechmücken an. Die Moskitolampe ist für etwa 20 Euro im Handel erhältlich. Die Insekten verbrennen an den Spannungsdrähten. Leider riechen die verbrannten Trauermücken.

Moskito-Lampen eignen sich mehr zur Bekämpfung statt zur Vernichtung.

Nicht selten behelfen sich Pflanzenfreunde auch mit Feinstrümpfen, die über die Blumentöpfe gezogen und mit einem Gummiband befestigt werden. Auch mit dieser Methode wird die Eiablage verhindert. Bei dieser Variante muss das Gießen von unten erfolgen.

Chemische und biologische Bekämpfung der Trauermücken

Insektizide, wie Imidacloprid oder Thiacloprid werden mittels Gießwasser verabreicht. Sie vernichten neben Trauermücken auch Blatt- und Schildläuse. Da die chemischen Mittel relativ teuer sind, finden nicht selten biologische Mittel Verwendung.

Es gibt bestimmte Raubmilben, die zur Bekämpfung der Trauermücken eingesetzt werden können. Die Milben befinden sich in Torfsubstrat, dass auf das Substrat verteilt wird. Raubmilben sind für etwa 15 Euro erhältlich und reichen für circa 20 Quadratmeter. Die Larven werden von den Raubmilben aufgefressen. Sind alle Larven gefressen, können die Milben einige Wochen ohne Nahrung auskommen. Die Bekämpfung mit Raubmilben gestaltet sich langsam aber effektiv. Raubmilben kommen auch bei der Bekämpfung von Springschwänzen zum Einsatz.

Als weitere biologische Maßnahme gegen Trauermücken werden auch Bakterien eingesetzt. Die vorhandenen Larven fressen die Bakterien, welche im Darm der Larven Toxine freisetzen, die die Larven zersetzen. Für circa acht Euro sind die Bakterien im Handel erhältlich. Sie sind ausreichend für 1000 Liter Wasser. Bakterien können sowohl in Erde als auch in Teichen oder in der Regentonne verwendet werden. In der Regel sind mehrere Anwendungen notwendig, um den Trauermücken den Garaus zu machen.

Immer wieder Trauermücken?

Wenn Sie immer wieder Trauermücken haben, ist folgende Anwendung ein absolut sicheres Mittel zu Vernichtung der Trauermücken:
3-fach-Kombination


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